Gefährliche Bakterien im Essen: Die „Stunden-Regel“ beim Aufwärmen rettet Sie vor Keimen

13. Februar 2026

Beim Kochen und Warmhalten von Speisen wird oft die Gefährlichkeit von Bakterien unterschätzt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mahnt eindringlich zur Beachtung der „Stunden-Regel“. Diese Empfehlung zielt darauf ab, das Bakterienwachstum und damit verbundene Gesundheitsrisiken zu minimieren. Besonders in der kalten Jahreszeit, in der viele Menschen dazu neigen, Reste länger aufzubewahren, ist es wichtig, sich der Gefahren von Lebensmittelvergiftungen bewusst zu sein. Zwischen 10 und 60 Grad Celsius vermehren sich die Keime rasant, was zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen kann. Um sicherzustellen, dass das Essen gesund bleibt, sollten Hobbyköche einige klare Richtlinien beachten.

Die Grundlagen der „Stunden-Regel“ beim Aufwärmen von Speisen

Die „Stunden-Regel“ besagt, dass gekochte Speisen nicht länger als drei Stunden bei Temperaturen unter 60 Grad Celsius warmgehalten werden sollten. Diese Regel ist besonders wichtig, da gefährliche Bakterien wie Bacillus cereus und Staphylokokken in diesem Temperaturbereich optimal wachsen können. Um sicherzustellen, dass das Essen auch nach dem Aufwärmen sicher verzehrt werden kann, sind einige wichtige Punkte zu beachten.

Temperaturen und Lagerung für die Lebensmittelsicherheit

Die optimale Temperatur für das Warmhalten von Speisen liegt idealerweise bei mindestens 60 Grad Celsius. Für besondere Sicherheit empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sogar mindestens 65 Grad Celsius. Werden diese Temperaturen nicht gehalten, können sich Keime schnell vermehren. Achten Sie darauf:

  • Speisen bei mindestens 60 Grad Celsius warmhalten.
  • Maximale Standzeit: 3 Stunden.
  • Nach dem Kochen die Speisen schnell auf Zimmertemperatur abkühlen und dann im Kühlschrank lagern.

Tipps zur sicheren Aufbewahrung und Erwärmung von Lebensmitteln

Um das Risiko für Lebensmittelvergiftungen zu reduzieren, sollten Reste zügig abgekühlt und entsprechend gelagert werden. Dabei spielen auch die Lagerbedingungen im Kühlschrank eine entscheidende Rolle. Hier einige hilfreiche Tipps:

  • Heiße Speisen in mehrere kleine Behälter abfüllen.
  • Speisen im kalten Wasserbad oder bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  • Sobald sie handwarm sind, in den Kühlschrank stellen.

Die Haltbarkeit von gekochten Lebensmitteln liegt in der Regel zwischen zwei und drei Tagen, abhängig von der Art des Lebensmittels. Besonders bei Fisch und Fleisch sollten diese Reste eher binnen zwei Tagen verzehrt werden. Arbeiten Sie stets hygienisch, um eine Kontamination durch gefährliche Bakterien zu vermeiden.

Vermeidung des „Fried-Rice-Syndroms“

Ein besonderes Augenmerk sollte auf stärkehaltige Lebensmittel wie Reis gelegt werden. Diese enthalten oft geringe Mengen an Bacillus cereus, das toxische Stoffe bilden kann. Diese Toxine können zu Erbrechen und anderen ernsten Gesundheitsproblemen führen. Beachten Sie die folgenden Maßnahmen:

  • Reis nach dem Kochen schnell abkühlen und luftdicht im Kühlschrank lagern.
  • Beim Aufwärmen auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzen.
  • Gekochte Speisen immer gründlich durchwärmen, um Keime abzutöten.