Führerschein-TÜV für Senioren: Was auf ältere Autofahrer zukommen könnte

12. Februar 2026

Der Führerschein für Senioren könnte in Zukunft auf eine neue Prüfungsroutine stoßen. Bereits in vielen europäischen Ländern sind regelmäßige Gesundheitschecks für Autofahrer ab einem bestimmten Alter Pflicht. Während beispielsweise in der Schweiz Fahrer ab 75 Jahren alle zwei Jahre zur medizinischen Kontrolle müssen, gibt es in Deutschland noch keine solchen Rechtsvorschriften – zumindest noch nicht. Die Idee, einen Führerschein-TÜV einzuführen, wird zunehmend diskutiert, da Statistiken zeigen, dass ältere Autofahrer in einem hohen Anteil der Fälle Hauptverursacher von Unfällen sind. Eine aktuelle Umfrage des TÜV-Verbandes belegt, dass rund 85 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Tests zur Fahrkompetenz notwendig sind. Dies wirft die Frage auf: Wie kann man sicherstellen, dass Senioren weiterhin sicher fahren?

Eine Lösung könnte in den sogenannten Rückmeldefahrten liegen, die für Autofahrer ab 75 Jahren verpflichtend sein könnten. Diese Fahrten würden unter der Aufsicht von geschulten Fahrlehrern stattfinden, die nach der Fahrt individuelle Rückmeldungen geben und Verbesserungsvorschläge machen. Laut den Befragten sind auch viele ältere Autofahrer offen für diesen Vorschlag, da 73 Prozent der über 65-Jährigen zustimmen. Diese Maßnahme würde nicht nur das Fahrverhalten der Senioren überprüfen, sondern könnte auch als sanfte Übung zur Auffrischung von veralteten Verkehrswissen dienen. So wird sichergestellt, dass Senioren nicht einfach den Führerschein abgeben müssen, sondern weiterhin aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können.

Trotz der hohen Unfallszahlen von Senioren halten sich einige Verkehrsexperten an die Statistiken, die zeigen, dass ältere Autofahrer im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung seltener in Unfälle verwickelt sind, als jüngere Fahrer. Dennoch sorgt das Thema für Diskussionen, besonders in ländlichen Regionen, wo die Mobilität für viele das soziale Leben sichert. Für 72 Prozent der Befragten ist das Autofahren unerlässlich, um aktiv am Leben teilzunehmen. Institutionen wie der ADAC und der TÜV bieten bereits spezielle Sicherheitstrainings an, die das Fahren für Senioren sicherer machen sollen. Diese Trainings helfen, Ängste abzubauen und das Vertrauen in die eigene Fahrfähigkeit zu stärken.

Die Zukunft des Führerscheins für Senioren könnte also eng mit der Diskussion um Tests und Weiterbildung verknüpft sein. Auch wenn es derzeit noch keine gesetzlichen Vorgaben gibt, wird die Idee eines Führerschein-TÜVs für Senioren in der Gesellschaft immer mehr akzeptiert. Dies könnte bald dazu führen, dass ältere Autofahrer sicherer unterwegs sind, was letztendlich dem Straßenverkehr aller zugutekommt.